Zams liegt im Oberinntal, wo sich Inn und Sanna vereinen, eingebettet zwischen Nördlichen Kalkalpen und Zentralalpen. Der Ort bildet einen klimatisch begünstigten Talkessel und war seit jeher ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, an dem Handelswege aus dem Vinschgau, dem Engadin, Bayern und dem Bodenseeraum zusammentrafen. Schon im Mittelalter wurde an der Innbrücke Wegzoll erhoben.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in vorchristliche Zeiten zurück, als hier Räter lebten. Um 500 vor Christus gab es vermutlich eine keltische Siedlung, die später von den Römern besetzt wurde. Erstmals urkundlich erwähnt wird Zams im 12. Jahrhundert, möglicherweise abgeleitet vom lateinischen Wort für Wildbach. Im 18. und 19. Jahrhundert prägte die Textilproduktion das Ortsbild, als eine lokale Firma Seide und Baumwolle verarbeitete.
Besonders bekannt ist Zams für seinen freistehenden Kirchturm, der als Wahrzeichen gilt und einem Brand im frühen 20. Jahrhundert zu verdanken ist. Die Gemeinde beherbergt bedeutende Bauwerke wie die Burg Kronburg und die Klosterkirche hl. Josef. Künstler wie der Bildhauer Franz Xaver Hauser und der Komponist Johann Josef Netzer stammen von hier. Die Wasserwelt „Zammer Lochputz“ und die intakten Waale im Ortsteil Lötz zeigen die Bedeutung des Elements Wasser. Mit der Venetbahn und dem Fernwanderweg E5 ist Zams auch ein Ziel für Sportler und Wanderer.