Zbąszyń liegt in der großpolnischen Landschaft, etwa auf halber Strecke zwischen Frankfurt an der Oder und Posen. Die Stadt wird von der Obra durchflossen, die hier den namensgebenden See speist. Eine wichtige Eisenbahnlinie verbindet Berlin mit Warschau und durchquert den Ort, der zudem an der Euroregion Pommern beteiligt ist.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im frühen 13. Jahrhundert, doch bereits 1311 erhielt er Stadtrechte. Im 14. Jahrhundert ging die Herrschaft an eine Adelsfamilie über, die sich nach dem Ort benannte und ihm seinen heutigen Namen gab. Später wechselten die Besitzer mehrfach, darunter eine deutsche Kaufmannsfamilie, die eine Burg errichtete. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war die Stadt überwiegend deutschsprachig und wechselte nach den Teilungen Polens unter preußische Herrschaft.
Heute prägen historische Bauwerke wie die teilweise erhaltene Fürstenburg und die barocke Marienkirche das Bild. Der nahegelegene See lädt zum Baden und Wassersport ein, während die umliegenden Wälder Pilzsuchern und Wanderern Erholung bieten. Die Stadt ist zudem für ihre Musikschule mit einem besonderen Schwerpunkt auf Volksinstrumenten bekannt.