Zermatt liegt im Kanton Wallis, eingebettet im Mattertal am Nordostfuß des Matterhorns. Das Dorf befindet sich auf etwa 1610 Metern Höhe und ist von einer imposanten Bergwelt umgeben, darunter das Monte-Rosa-Massiv mit der Dufourspitze. Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von 243,4 Quadratkilometern und grenzt im Süden an Italien, wo der Theodulpass den Übergang ermöglicht.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Steinzeit zurück, wie Funde in Felsabris und prähistorische Schalensteine belegen. Im Mittelalter diente Zermatt als wichtiger Handelsweg über den Theodulpass nach Italien, was durch römische Münzfunde und mittelalterliche Waffen belegt ist. Der Ort wurde erstmals 1280 als Pratobornum erwähnt und entwickelte sich später zu einer eigenständigen Pfarrgemeinde. Im 19. Jahrhundert begann der Aufstieg zum Tourismusort, als Naturforscher und erste Gäste das Mattertal entdeckten.
Heute ist Zermatt vor allem für das Matterhorn und seine Gletscher bekannt, die es zu einem weltberühmten Bergsteiger- und Wintersportzentrum machen. Das Matterhorn-Museum dokumentiert die Geschichte des Ortes und seiner Pioniere. Die umliegenden Weiler wie Findeln und Winkelmatten mit ihren Kapellen sind beliebte Touristenziele. Die einzigartige Lage und das milde Klima prägen das Bild dieses Ortes, der als südlichster Punkt des geschlossenen deutschen Sprachraums gilt.