Zofingen liegt im Südwesten des Kantons Aargau, eingebettet im Wiggertal nahe der Grenze zum Kanton Luzern. Die Stadt bildet den südlichen Kern eines dicht besiedelten Ballungsraums, der sich bis nach Olten und Trimbach erstreckt. An der Wigger gelegen, wird sie von vier Hügeln umgeben, die das Tal vom benachbarten Uerkental trennen. Mit ihrer verkehrsgünstigen Lage an wichtigen Nord-Süd- und West-Ost-Achsen der Schweiz ist Zofingen ein bedeutender Knotenpunkt.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die Keltenzeit zurück, als die Helvetier hier eine Siedlung errichteten. Später entstand unter römischer Herrschaft ein großer Gutshof, der als Versorgungsstation für das Legionslager in Vindonissa diente. Die Alemannen prägten den Ort im 6. Jahrhundert, als sie eine Pfarrei gründeten, die zu den ältesten im Aargau zählt. Im Mittelalter übernahmen die Frohburger die Herrschaft und wandelten die Kirche in ein Chorherrenstift um. Nach dem Übergang an die Habsburger fiel Zofingen 1415 an Bern, das hier die Reformation einführte.
Heute besticht Zofingen durch seine gut erhaltene Altstadt auf einer erhöhten Terrasse, umgeben von bewaldeten Hügeln wie dem Heitern. Die Stadtkirche mit ihren alemannischen Wurzeln und die Überreste des römischen Gutshofs zeugen von ihrer langen Geschichte. Das benachbarte Mühlethal, 2002 eingemeindet, rundet das Bild einer lebendigen Regionalstadt ab, die zwischen Tradition und moderner Verkehrsanbindung balanciert.