Wikon liegt im luzernischen Wahlkreis Willisau, eingebettet zwischen den Flüssen Wigger und Uerke. Die Gemeinde dehnt sich vor allem im Wiggertal aus, wo sich die Hauptsiedlungen wie das namensgebende Dorf, Adelboden oder Rotfarb befinden. Im Osten steigt das Gelände zu bewaldeten Hügeln wie dem Birchberg oder dem Riedwald an, während sumpfige Gebiete im Uerketal kaum besiedelt sind. Die Landschaft ist geprägt von einer Mischung aus fruchtbaren Ebenen und dichten Wäldern, die mehr als die Hälfte des Gemeindegebiets einnehmen.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Steinzeit zurück, doch der Name Wikon erscheint erst später in historischen Quellen. Im Mittelalter herrschten hier die Grafen von Lenzburg und Kyburg, später die Habsburger, bis die Gemeinde 1470 endgültig an Luzern fiel. Wikon war lange Teil der Landvogtei Willisau und erlebte im Bauernkrieg eine besondere Episode, als die Bewohner den Landvogt für einige Wochen gefangen hielten. Wirtschaftlich lebte der Ort lange von Landwirtschaft und Handwerk, bis sich im 20. Jahrhundert Industrie und Gewerbe ansiedelten.
Heute ist Wikon bekannt für seine strategische Lage zwischen Reiden und Zofingen, die viele Betriebe anzieht. Kulturell bietet der Ort mit dem Erlebnisbahnhof, dem Spycher in Adelboden und dem ungewöhnlichen Wohnsilo am Bahnhof besondere Attraktionen. Die Gemeinde verbindet ländlichen Charme mit moderner Infrastruktur und ist ein Beispiel für die dynamische Entwicklung einer kleinen Schweizer Gemeinde.