Zossen liegt im brandenburgischen Landkreis Teltow-Fläming, etwa zwanzig Kilometer südlich der Berliner Stadtgrenze. Die Stadt erstreckt sich über fast achtzehntausend Hektar und wird von der Notte durchflossen, die einst zwei Arme um eine Talsandinsel bildete, auf der sich das heutige Schloss erhebt. Im Norden grenzt Zossen an Rangsdorf, im Osten an Mittenwalde, im Süden an Baruth und im Westen an Trebbin und Ludwigsfelde.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der Bronzezeit, doch Zossen entstand als slawische Gründung. Der Name leitet sich vermutlich von altsorbischen Wörtern für Kiefer ab, was auch im Stadtwappen wiederkehrt. Urkundlich erstmals 1320 erwähnt, entwickelte sich der Ort von einer Grenzfeste zu einer kleinen Adelsherrschaft. Im 15. Jahrhundert ging Zossen in brandenburgischen Besitz über und wurde zu einem der reichsten Ämter der Mark. Prägend waren die Familien von Torgau, von Stein und von Schlieben, die Burg und Stadt ausbauten und Privilegien verliehen.
Heute prägen das wiederaufgebaute Schloss und der rechteckige Marktplatz mit der Nikolaikirche das Bild. Die Notte prägt die Landschaft, während umliegende Ortsteile wie Wünsdorf mit seiner Waldstadt oder Schöneiche mit dem Motzener See das Stadtgebiet gliedern. Handwerk und Handel bestimmten einst das Leben, heute sind es vor allem die historische Bausubstanz und die Nähe zu Berlin, die Zossen ausmachen.