Mittenwalde liegt in Brandenburg, eingebettet zwischen sanften Seen und landwirtschaftlich genutzten Flächen. Der Ort wird von der Notte durchflossen, einem der ältesten Schifffahrtswege der Region, der sich durch mehrere Ortsteile schlängelt. Im Norden grenzt Mittenwalde an Schönefeld, im Osten an Königs Wusterhausen und Bestensee, während im Süden Teupitz und im Westen Rangsdorf liegen. Ein weiterer Wasserlauf, der Zülowkanal, verläuft nahe dem Stadtzentrum, während der Tonsee im Nordosten einst durch Tonabbau geprägt war.
Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins 13. Jahrhundert reicht. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Mittenwalde 1307 als Stadt, doch bereits zuvor diente eine askanische Grenzburg als Machtzentrum. Im Mittelalter entwickelte sie sich zu einem wichtigen Handelsort an der Straße nach Dresden und Cottbus, wo Salzhandel und Zollstationen blühten. Die Stadt prägte ein gitterförmiges Straßennetz, das noch heute erkennbar ist, und beherbergte eine der ältesten jüdischen Gemeinden Brandenburgs.
Heute ist Mittenwalde vor allem für seine historische Altstadt und die Paul-Gerhardt-Stadt bekannt, die an den berühmten Kirchenlieddichter erinnert. Die Spitalkapelle aus dem 14. Jahrhundert und der Salzmarkt zeugen von der reichen Vergangenheit. Die umliegenden Ortsteile wie Motzen und Töpchin bieten mit ihren Wochenendhaussiedlungen Erholung inmitten der Natur.