Antequera liegt in der andalusischen Provinz Málaga, etwa fünfzig Kilometer nördlich der Küste und der Provinzhauptstadt. Eingebettet zwischen den Bergketten El Torcal und El Arco Calizo Chimenea breitet sich die Stadt auf etwa 515 Metern Höhe aus. Der Guadalhorce und seine Zuflüsse durchziehen die fruchtbare Umgebung, während das Klima im Winter mild und im Sommer warm bis heiß ist. Die Niederschläge verteilen sich über das Jahr, abgesehen von den regenlosen Sommermonaten.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, als hier große Megalithanlagen wie der Dolmen de Menga und der Dolmen de Viera entstanden. Später prägten Iberer, Römer und Mauren die Entwicklung der Stadt, die unter den Römern Anticaria hieß und für ihr Olivenöl bekannt war. Nach der Eroberung durch die Christen im frühen 15. Jahrhundert wurde Antequera zu einem wichtigen Handelszentrum an den Verbindungswegen zwischen den großen andalusischen Städten.
Heute besticht Antequera durch seine historische Altstadt, die als Kulturdenkmal anerkannt ist, und durch bedeutende Bauwerke wie die Real Colegiata de Santa María la Mayor. Die Stadt ist umgeben von archäologischen Stätten wie den Dolmen und dem markanten Peña de los Enamorados, die gemeinsam mit dem El Torcal-Gebirge zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Ihre Rolle als kultureller und wirtschaftlicher Knotenpunkt Andalusiens spiegelt sich in der lebendigen Tradition und der malerischen Landschaft wider.