Antony liegt am südlichen Rand von Paris im Département Hauts-de-Seine, eingebettet in die Landschaft Hurepoix. Der Ort wird vom Fluss Bièvre durchzogen, einem Nebenfluss der Seine, und bildet den südlichsten Punkt des Départements. Rund ein Dutzend Kilometer trennen die Gemeinde vom Zentrum der Hauptstadt, wo die berühmte Kathedrale Notre-Dame steht. Antony grenzt an mehrere Nachbarorte in drei verschiedenen Départements: im Norden an Châtenay-Malabry und Sceaux, im Westen an Verrières-le-Buisson und im Osten an Fresnes. Ein Teil des Parc de Sceaux erstreckt sich über das Gemeindegebiet, während im Westen ein langgezogenes Naherholungsgebiet namens Coulée verte du Sud Parisien verläuft.
Die Wurzeln Antonys reichen bis in frühere Jahrhunderte zurück, doch seine heutige Bedeutung erhielt der Ort erst durch die Gebietsreform des Großraums Paris im Jahr 1968. Zuvor gehörte Antony zum Département Seine, heute bildet es den südöstlichen Ausläufer des Départements Hauts-de-Seine. Wirtschaftlich prägte lange Zeit die älteste Wachs-Manufaktur der Welt, Cire Trudon, das Bild der Stadt, die bis 1971 hier ansässig war. Seit den 1980er Jahren wird die Lokalpolitik von der bürgerlichen Rechten dominiert, die seitdem alle Bürgermeister stellt.
Antony besticht durch seine gute Verkehrsanbindung: Mehrere Stationen der RER-Linien B und C verbinden den Ort mit Paris und dem Flughafen Orly, während die Autobahn A 86 das Stadtgebiet durchzieht. Ein besonderes Bauwerk ist die Résidence universitaire Jean-Zay, eine der größten Studentenwohnanlagen Europas, die in den 1960er und 1970er Jahren entstand. Die Gemeinde brachte zudem namhafte Persönlichkeiten hervor, darunter die Schriftstellerin Emma Becker, die Schauspielerin Agnès Jaoui und den Mathematiker Laurent Lafforgue, der mit der Fields-Medaille ausgezeichnet wurde.