Arles liegt im Département Bouches-du-Rhône an der östlichen Rhône, etwa 24 Kilometer vom Mittelmeer entfernt. Die Stadt umfasst nicht nur den historischen Kern am Ostufer, sondern auch ein modernes Viertel auf der westlichen Seite sowie weite Teile der nördlichen und östlichen Camargue. Mit rund 760 Quadratkilometern ist sie die flächenmäßig größte Gemeinde Frankreichs. Im Norden grenzt das Gebiet an Fourques, im Süden schließt sich die Camargue mit ihren unberührten Sandstränden wie Beauduc und Piémanson an.
Die Stadt blickt auf eine über 2000-jährige Geschichte zurück. Gegründet als keltischer Ort, wurde sie später von den Römern zur bedeutenden Militärkolonie erhoben und diente als Flottenstützpunkt. Unter Kaiser Konstantin erlebte Arles seine Blütezeit und diente zeitweise als Kaiserresidenz. Im Mittelalter war sie Hauptstadt des Königreichs Burgund und später Sitz eines Erzbischofs, bevor sie 1481 an Frankreich fiel. Die Stadt war Schauplatz wichtiger kirchlicher Synoden und prägte als Handelszentrum die Region.
Arles besticht durch seine antiken und mittelalterlichen Bauwerke, die zum UNESCO-Welterbe zählen. Dazu gehören das Amphitheater, das antike Theater und die Kathedrale Saint-Trophime mit ihrem berühmten Portal. Die Stadt ist zudem Ausgangspunkt des Jakobswegs und beherbergt eine bedeutende Fotoschule. Die Camargue mit ihren natürlichen Landschaften und die kulturelle Vielfalt machen Arles zu einem einzigartigen Ort in der Provence.