Beaucaire liegt am rechten Ufer der Rhône im Département Gard, wo der Fluss in die Provence übergeht. Gegenüber mündet der Gardon in die Rhône, und am anderen Ufer beginnt bereits das Département Bouches-du-Rhône mit Tarascon. Der Ort ist durch den Canal du Rhône à Sète mit dem Mittelmeer verbunden und besitzt einen Yachthafen, der vor allem von Sport- und Hausbooten genutzt wird. Die Umgebung ist geprägt von den sanften Hügeln der okzitanischen Landschaft.
Die Geschichte Beaucaires reicht bis in die Eisenzeit zurück, als der Ort unter dem Namen Ugernum entstand. Später wurde er durch die Römer zur wichtigen Station an der Via Domitia ausgebaut. Im Mittelalter entwickelte sich Beaucaire zu einem Handelszentrum, das trotz wiederholter Invasionen und Belagerungen seine Bedeutung behielt. Die Burg, eine der mächtigsten Zitadellen Südfrankreichs, wurde im 17. Jahrhundert auf Befehl Richelieus zerstört, doch einige Teile blieben erhalten. Die Stadt war zudem Endpunkt einer der ersten Eisenbahnstrecken Frankreichs.
Heute prägen historische Bauwerke wie die Burg aus dem 11. Jahrhundert, die Stiftskirche Notre Dame des Pommiers und mehrere Stadtpalais das Bild. Besonders bekannt ist Beaucaire für seine mittelalterliche Handelsmesse Foire de la Madeleine, die einst zu den größten Europas zählte. Persönlichkeiten wie die Grafen von Toulouse und der Kardinal de Cabrières stammen aus der Stadt. Die Verbindung zu Tarascon über eine der ältesten gusseisernen Eisenbahnbrücken Frankreichs unterstreicht die historische Rolle Beaucaires als Tor zwischen Okzitanien und der Provence.