Ascona liegt am Nordufer des Lago Maggiore im Kanton Tessin und gehört zum Bezirk Locarno. Die Gemeinde grenzt an Locarno, Losone, Ronco sopra Ascona, Brissago und Centovalli. Der tiefstgelegene Teil des Ortes liegt direkt am See, während der Ortsteil Monte Verità auf einem bewaldeten Berg auf über 1200 Metern Höhe thront. Weitere Ortsteile wie San Materno und Moscia gehören ebenfalls zum Gemeindegebiet, das auch den flachen Teil des Maggiadeltas umfasst.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung finden sich in Form von Feuersteinen und Keramik aus der Bronzezeit. Schriftlich erwähnt wird Ascona erstmals im späten 12. Jahrhundert, als der Bischof von Como Ländereien an Adlige vergab. Im 13. Jahrhundert ließen sich mailändische Adelsfamilien hier nieder und bauten Burgen am Seeufer. Später prägten die Familien Orelli und Duni die Entwicklung, bis Ascona Teil der Alten Eidgenossenschaft wurde. Im 20. Jahrhundert wurde der Monte Verità zu einem Zentrum für Lebensreformer und Künstler, während der Ort während des Nationalsozialismus als Zufluchtsort für deutsche Flüchtlinge diente.
Ascona besticht durch seine malerische Seepromenade, die auf das Mittelalter zurückgeht und heute als Fußgängerzone dient. Besonders sehenswert sind die Kirchen Santi Pietro e Paolo und Santa Maria della Misericordia mit ihren Fresken und Gemälden. Das Rathaus und das Collegio Papio prägen das Ortsbild, während der Monte Verità als kultureller Treffpunkt und Aussichtspunkt bekannt ist. Heute lebt der Ort vor allem vom Tourismus und zieht mit seinem mediterranen Flair Gäste aus aller Welt an.