Bad Bentheim liegt im äußersten Westen Niedersachsens, nahe der Grenzen zu den Niederlanden und zu Nordrhein-Westfalen. Die Stadt erstreckt sich über eine Fläche von etwa hundert Quadratkilometern und ist von einer sanft hügeligen Landschaft geprägt. Nachbarorte sind im Norden Nordhorn, im Osten Schüttorf und Quendorf, im Süden Gronau und Ochtrup. Die Burg Bentheim, weithin sichtbar auf einem Sandsteinfelsen, gilt als markantes Wahrzeichen der Stadt.
Erstmals erwähnt wurde der Ort um das Jahr 1050 unter dem Namen Binithem, wobei der Ursprung des Namens unklar bleibt. Bentheim war über Jahrhunderte Sitz der gleichnamigen Grafschaft und entwickelte sich zu einem bedeutenden Marktflecken. Die Burg, erstmals 1116 urkundlich belegt, diente den Grafen als Residenz. Im 18. Jahrhundert entdeckte man heilende Schwefelquellen, die den Grundstein für den späteren Kurbetrieb legten. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor Bentheim den Status als Kreisstadt an Nordhorn, erhielt aber 1979 den Zusatz „Bad“ und damit die Anerkennung als Heilbad.
Die Burg Bentheim prägt bis heute das Stadtbild und zieht Besucher aus aller Welt an. Der Bentheimer Sandstein, in der Region abgebaut und als „Bentheimer Gold“ bekannt, wurde für bedeutende Bauwerke wie das Königliche Palais in Amsterdam oder den Turm der Martinikirche in Groningen verwendet. Die Stadt pflegt ein vielfältiges kulturelles Leben, darunter ein Thermalsole- und Schwefelheilbad. Naturfreunde schätzen die geschützten Gebiete wie das Gildehauser Venn oder den Bentheimer Wald. Die jüdische Geschichte der Stadt wird durch ein Mahnmal und Stolpersteine gewürdigt.