Gronau liegt im westlichen Münsterland in Nordrhein-Westfalen, eingebettet in die Dinkel-Niederung, die von der Dinkel durchflossen wird. Nordöstlich erstreckt sich das Gildehauser Venn, ein Moor- und Heidegebiet, dessen Gronauer Teil Rüenberger Venn genannt wird. Die Stadt grenzt im Osten an Ochtrup, im Süden an Ahaus und im Westen an die niederländischen Städte Enschede und Losser.
Der Name Gronau leitet sich von „Grüne Aue“ ab und verweist auf die Lage am Fluss Dinkel. Urkundlich erstmals erwähnt wurde der heutige Stadtteil Epe im Jahr 1188, Gronau selbst folgte 1365. Die Geschichte der Stadt ist geprägt von wechselnden Herrschaften: Zunächst als eigenständige Herrschaft, später unter den Edelherren von Steinfurt und schließlich unter den Grafen von Bentheim. Die Industrialisierung begann 1854 mit der Gründung eines Textilwerks, das die Stadt prägte, bis der van-Delden-Konzern 1980/81 Konkurs anmeldete.
Gronau ist bekannt für sein historisches Rathaus und die Pfarrkirche St. Antonius, die während der wirtschaftlichen Blütezeit entstanden. Ein bedeutendes Ereignis war die Schändung der Synagoge in der Reichspogromnacht 1938, an die heute der Jüdische Friedhof erinnert. Das Stadtwappen vereint Symbole beider früherer Gemeinden: einen Schwan für die Verbindung zu den Edelherren von Steinfurt, eine Spule für die Textilindustrie und eine Ähre für die Landwirtschaft.