Schöppingen liegt im westlichen Münsterland, im Nordwesten Nordrhein-Westfalens, und gehört zum Kreis Borken. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über etwa 69 Quadratkilometer und wird von der Vechte durchflossen, die im Ortsteil Eggerode entsteht. Im Osten begrenzt der Schöppinger Berg, ein Ausläufer der Baumberge, das Gebiet. Der Ort ist Teil des Dreiländerecks, wo die Kreise Borken, Coesfeld und Steinfurt zusammentreffen.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung zeigen sich in den Eschfluren östlich der Vechte, die auf mittelalterliche Rodungen und landwirtschaftliche Nutzung zurückgehen. Im 19. Jahrhundert prägte die Landwirtschaft das Leben, doch mit der Industrialisierung verlagerte sich der Schwerpunkt hin zur Veredelungsindustrie. Heute erinnert ein jüdischer Friedhof mit zwölf Grabsteinen an die einstige jüdische Gemeinde, die bis in die 1930er Jahre bestand.
Besonders sehenswert sind das Alte Rathaus aus dem Jahr 1583, die Antoniuskirche und der Wallfahrtsort St. Mariä Geburt in Eggerode. Die Stiftung Künstlerdorf Schöppingen fördert internationale Künstler und bietet ihnen ein Forum. Regelmäßige Kirchenkonzerte und Veranstaltungen des Kulturrings bereichern das kulturelle Leben.