Bad Endorf liegt im oberbayerischen Voralpenland, etwa 15 Kilometer nordöstlich von Rosenheim und 8 Kilometer nördlich des Chiemsees. Die Gemeinde ist eingebettet in eine seen- und moorreiche Landschaft mit Schutzgebieten wie der Eggstätt-Hemhofer Seenplatte und dem Simssee. Durch den Ort führt eine wichtige Bahnverbindung zwischen Rosenheim und Salzburg, während die Staatsstraße nach Prien am Chiemsee und Rosenheim für eine gute Anbindung sorgt.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im frühen 10. Jahrhundert unter dem Namen „Zennidorf“, doch schon die Römer nutzten das Gebiet als Teil einer Handelsstraße von Salzburg nach Augsburg. Im Mittelalter prägten Adelsfamilien wie die Herren von Dorfbeck die Region, bevor Endorf unter die Herrschaft Wildenwart kam. Die wirtschaftliche Entwicklung beschleunigte sich 1860 mit dem Anschluss an die Eisenbahn, doch erst die zufällige Entdeckung jodhaltigen Heilwassers bei einer Bohrungen im 20. Jahrhundert ebnete den Weg zum Kurort.
Heute ist Bad Endorf als Heilbad bekannt, dessen Therme und Kliniken zu den größten Arbeitgebern zählen. Traditionelle Markttage und Konzerte erinnern an die über tausendjährige Geschichte, während die umliegenden Seen und Moore als Naturjuwelen zum Verweilen einladen. Die Gemeinde pflegt Partnerschaften mit Vomp in Österreich und Wolowez in der Ukraine.