Amerang liegt im Chiemgau, einer Region in Südostoberbayern, etwa in der Mitte zwischen dem Chiemsee und Wasserburg am Inn. Die Gemeinde grenzt im Osten an Obing und damit an den Landkreis Traunstein. Umgeben ist sie von Wäldern, Mooren und Seen wie dem Friedlsee oder dem Murner Filz, die unter Naturschutz stehen. Mit seinen über achtzig Gemeindeteilen erstreckt sich das Gebiet über eine abwechslungsreiche Landschaft aus Wiesen, Wäldern und Feuchtgebieten.
Erstmals erwähnt wurde Amerang um das Jahr. Lange prägte das Schloss mit seinen wechselnden Besitzern das Leben im Ort, darunter Adelsgeschlechter wie die Scaliger oder die Grafen von Lamberg. Die Geschichte der Hofmark Amerang reicht bis ins Mittelalter zurück und blieb bis heute eng mit dem Schloss verbunden. Im 19. Jahrhundert wurde Amerang eine eigenständige politische Gemeinde, und durch Eingemeindungen wuchs das Gebiet weiter an.
Das Ortsbild prägen historische Bauwerke wie die gotische Pfarrkirche St. Rupertus oder das barockisierte Schloss mit seiner Schlosskapelle. Im Freilichtmuseum lassen sich Bauernhöfe aus mehreren Jahrhunderten besichtigen, während das EFA-Museum Automobilgeschichte zeigt. Persönlichkeiten wie der Physiker Franz Josef Gießibl oder der Sänger Angel X stammen aus Amerang. Die Seen und Moore in der Umgebung laden zu Wanderungen und Radtouren ein und bieten Einblicke in die heimische Tier- und Pflanzenwelt.