Bad Urach liegt im Herzen der Schwäbischen Alb, eingebettet im Tal der Erms, einem Nebenfluss des Neckars. Die Stadt ist umgeben von den typischen Kalksteinformationen des Oberen Jura, die hier besonders vollständig erhalten sind. Mit Höhenlagen zwischen etwa 418 und 789 Metern über dem Meeresspiegel bietet die Landschaft von sanften Tälern bis zu markanten Felsformationen wie dem Nägelesfelsen ein abwechslungsreiches Bild. Die Gemarkung gehört sowohl zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb als auch zum UNESCO Geopark und ist bekannt für den Uracher Wasserfall und die Thermalquelle mit 61 Grad warmem Wasser.
Die erste Erwähnung des Ortes geht auf eine alamannische Siedlung auf dem Runden Berg zurück, die in der Spätantike und im Frühmittelalter als bedeutendes Machtzentrum diente. Im 12. Jahrhundert wurde Urach Sitz eines Grafengeschlechts, das von Egino I. begründet wurde. Die Entwicklung der Stadt war lange mit der Lage an wichtigen Handelswegen verbunden, bevor sie sich im 20. Jahrhundert als Heilbad und Kurort etablierte. Die Thermalquelle, die erst 1970 erschlossen wurde, prägt heute das Bild als staatlich anerkannter Luftkurort und Heilbad.
Bad Urach besticht durch seine malerische Altstadt an der Mündung der Elsach in die Erms, die von beiden Flüssen umschlossen wird. Der alle zwei Jahre stattfindende Schäferlauf ist ein farbenfrohes Volksfest, das weit über die Region hinaus bekannt ist. Historische Bauwerke wie die Kartause Güterstein und die abgegangene Burg Baldeck zeugen von der langen Geschichte. Die umliegenden Schutzgebiete wie das Naturschutzgebiet Rutschen und das FFH-Gebiet Uracher Talspinne laden zu Wanderungen ein und unterstreichen die Bedeutung der Stadt für den Naturschutz.