Neuffen liegt am Nordrand der Schwäbischen Alb, zu Füßen des markanten Hohenneuffen, etwa 27 Kilometer südlich von Stuttgart. Die Altstadt erhebt sich auf 407 Metern, während die Burgruine auf 745 Metern thront. Die Stadt ist Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb und des UNESCO Geoparks, was auf die vulkanische Vergangenheit der Region hinweist. Zu ihren Nachbarorten zählen Beuren, Kohlberg und Metzingen, während das Gebiet von den Überresten tertiärer Vulkane geprägt ist.
Die ersten Spuren einer Besiedlung stammen von den Kelten um 100 v. Chr., später folgten die Alemannen. Im Mittelalter entstand unter den Herren von Nifen die Burg Hohenneuffen, die 1232 zur Verleihung der Stadtrechte führte. Neuffen wechselte mehrmals die Herrschaft, bis es 1301 an Württemberg fiel. Ein schwerer Stadtbrand zerstörte 1634 fast die gesamte Siedlung, und die Burg wurde später teilweise abgebrochen. Politisch bedeutsam war 1948 die Zusammenkunft der Ministerpräsidenten auf dem Hohenneuffen zur Gründung Baden-Württembergs.
Die Stadt prägt die Burgruine Hohenneuffen, die Martinskirche mit gotischem Baustil und die Weinlagen an den Hängen darunter. Wirtschaftlich dominiert heute die Metallindustrie, doch der Weinbau bleibt ein wichtiger Teil der Tradition. Die Tälesbahn verbindet Neuffen mit Nürtingen, und das Höhenfreibad sowie Sportanlagen bieten Freizeitmöglichkeiten. Die evangelische Martinskirche und die katholische Kirche in der Lichtensteinstraße spiegeln die religiöse Vielfalt wider.