Badenweiler liegt im Markgräflerland, etwa fünf Kilometer östlich von Müllheim am Fuße des Hochblauen, der mit seinen 1165 Metern die höchste Erhebung der Region bildet. Eingebettet zwischen Oberrheingraben und Schwarzwald profitiert der Ort von einem milden Klima und Thermalquellen, die schon die Römer nutzten. Die Gemarkung besteht zu fast neunzig Prozent aus Wald, während Weinberge, Wiesen und Obstplantagen das übrige Bild prägen.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Römerzeit zurück, als hier ein Vicus entstand. Die Römer schätzten die warmen Quellen und errichteten eine Badeanlage sowie einen Tempelbezirk für die Göttin Abnoba. Nach dem Rückzug der Römer übernahmen Alamannen und Franken die Herrschaft, bis das Gebiet schließlich ins Frankenreich eingegliedert wurde. Urkundlich erwähnt wird Badenweiler erstmals im Lorscher Codex, als fränkische Adlige Besitzungen an Klöster schenkten.
Heute ist Badenweiler als staatlich anerkanntes Heilbad bekannt, dessen Kurpark mit mediterranen Pflanzen wie Palmen aufwartet. Die erhaltene Römerbadruine und die Pauluskirche mit ihren römischen Grundmauern zeugen von der langen Geschichte. Die Thermalquellen und das milde Klima machen den Ort zu einem beliebten Kur- und Touristenziel.