Kandern ist eine Kleinstadt am Südwestrand des Schwarzwaldes, wo das obere Kandertal in die Vorberge übergeht. Der Ort liegt am Fuß des Blauen, eines markanten Berges, der zugleich das Talende bildet und die Quelle der Kander birgt. Durch die Gemarkung führt der Westweg, ein bekannter Fernwanderpfad von Pforzheim nach Basel. Die Landschaft zeigt sich vielfältig: Im Norden und Osten prägen Schwarzwaldgranite und Jurakalke das Bild, während im Süden und Westen Buntsandstein und tertiäre Ablagerungen vorherrschen.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Mittelalter, doch der Ort entwickelte sich vor allem als Handels- und Handwerksplatz im Kandertal. Prägend waren die Lage an alten Verkehrswegen und die Nutzung der regionalen Gesteine, etwa in Steinbrüchen. Die geologischen Besonderheiten – wie die Schwarzwaldrand-Verwerfung oder die Juratafeln – prägten nicht nur die Landschaft, sondern auch die wirtschaftliche Nutzung des Bodens.
Heute ist Kandern bekannt für seine malerische Umgebung mit markanten Felsformationen wie dem Isteiner Klotz oder der Wolfsschlucht. Die Stadt verbindet ländlichen Charme mit industriellem Erbe, etwa durch die ehemaligen Tonwerke. Wanderwege und geologische Aufschlüsse laden zum Entdecken ein, während die Nähe zu Basel und zum Markgräflerland kulturelle Verbindungen schaffen.