Bärnau liegt im Nordosten Bayerns, nahe der tschechischen Grenze, und ist von einer wald- und moorreiche Landschaft umgeben. Die Stadt grenzt im Uhrzeigersinn an Mähring, Flossenbürg, Plößberg und Tirschenreuth. In Böhmen sind Obora und Halže die nächsten Orte, wobei zu Halže auch die Wüstung Paulusbrunn gehört. Ein Grenzübergang befindet sich etwas nordwestlich dieser verlassenen Siedlung.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1297 als „Pernowe“, später als „Bernaw“ oder „Bernau“. Der Name deutet auf wasserreiches Land hin, möglicherweise verbunden mit dem Bären als Wappentier. Bärnau gehörte lange zum Kloster Waldsassen, erhielt 1343 Stadtrechte und stand unter wechselnden Herrschaften, darunter die Kurpfalz und Bayern. Im Dreißigjährigen Krieg und bei späteren Bränden erlitt die Stadt schwere Schäden. Ein Außenlager des KZ Flossenbürg bestand 1945 kurzzeitig im Ortsteil Hohenthan.
Die Stadt prägt ein barockes Stadtbild mit der Steinbergkirche und der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus. Sehenswürdigkeiten wie das Deutsche Knopfmuseum, der Grenzlandturm und das Schloss Thanhausen zeugen von der Geschichte. Der Geschichtspark Bärnau-Tachov und das Naturdorf Bärnau zeigen heute nachhaltiges Bauen. Regelmäßige Feste wie das Marktspektaculum und das Bulldogtreffen beleben das kulturelle Leben. Die Umgebung mit Moorgebieten und dem Skilanglaufzentrum Silberhütte lädt zu Naturerlebnissen ein.