Baza liegt im Osten der Provinz Granada, eingebettet zwischen dem über 2000 Meter hohen Bergzug der Sierra de Baza und der Provinzhauptstadt Granada, die etwa hundert Kilometer entfernt ist. Die Stadt befindet sich auf einer Höhe von rund 845 Metern und genießt ein gemäßigtes Winterklima, während die Sommer warm bis heiß ausfallen. Mit geringen Niederschlägen von etwa 335 Millimetern pro Jahr bleibt die Region eher trocken, wobei die Sommermonate nahezu regenlos sind.
Die Wurzeln Bazas reichen bis in die iberische Zeit zurück, als hier die Siedlung Basti entstand. Berühmt wurde die Stadt durch die Entdeckung der Dama de Baza, einer Skulptur aus dem vierten Jahrhundert vor Christus, die heute im Archäologischen Nationalmuseum in Madrid zu sehen ist. Unter römischer Herrschaft entwickelte sich Baza zu einem wichtigen Handelszentrum, während die Mauren hier vor allem Seide herstellten. Nach der Rückeroberung durch die Katholischen Könige verlor die Stadt an Bedeutung, und die maurische Festung wurde durch Erdbeben zerstört.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild Bazas, darunter die Plaza Mayor mit der Hauptkirche und dem alten Rathaus aus dem 16. Jahrhundert. Die Renaissancekirche Santa María de la Encarnación, die auf den Ruinen einer arabischen Moschee errichtet wurde, beeindruckt mit ihren gleich hohen Gewölben. Auch maurische Bäder aus dem zehnten Jahrhundert und Mudéjar-Kirchen wie die Iglesia de Santiago und die Iglesia de San Juan zeugen von der bewegten Geschichte der Stadt. In der Umgebung finden sich zudem die Ruinen der antiken Stadt Basti und die Überreste der maurischen Festung Castillo de Benzalema.