Cúllar liegt im Osten der Provinz Granada, eingebettet in die Senke von Baza. Der gleichnamige Fluss durchzieht die Landschaft, während die Stadt etwa 895 Meter über dem Meeresspiegel thront. Nicht weit entfernt befindet sich die Nachbarstadt Baza, während Granada rund 118 Kilometer entfernt liegt. Das Klima ist im Winter mild, im Sommer jedoch heiß und trocken, mit nur geringen Niederschlägen über das Jahr verteilt.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Bronzezeit zurück, als Angehörige der Los-Millares-Kultur hier lebten. Später verlief die Via Augusta durch das Gebiet, bevor im maurischen Zeitalter eine Burg entstand, die den Ort sicherte. Nach wechselnden Besitzverhältnissen während der Reconquista fiel Cúllar 1488 endgültig an die Christen und wurde zunächst von Baza verwaltet. Nach dem Moriskenaufstand verlor der Ort viele Einwohner und wurde mit Zuwanderern neu besiedelt, bevor er 1620 seine Unabhängigkeit erhielt.
Heute prägen Oliven- und Mandelplantagen das Wirtschaftsbild, ergänzt durch Gemüse- und Getreideanbau. Historisch bedeutsam sind die Kirche Santa María de la Anunciación, ein Renaissance-Bau aus dem 16. Jahrhundert, und der Palacio de los Marqueses de Cadimo mit barocken Elementen. In der Umgebung finden sich Überreste eines maurischen Wachturms und der Torre Alabí aus dem 11. Jahrhundert.