Belm liegt im Osnabrücker Land, eingebettet zwischen den sanften Hügeln des Wiehengebirges und dem Osnabrücker Hügelland. Zwei Flüsse, die Nette und der Belmer Bach, durchziehen das Gebiet und münden in die Hase. Geologisch ist die Gegend besonders vielfältig: Schwarzkreidevorkommen im Norden, Mergelschichten in den Ortsteilen Belm und Haltern sowie eiszeitliche Findlinge wie am Gattberg prägen die Landschaft. Das Klima ist mild, geprägt vom atlantischen Einfluss mit feuchten Westwinden und ausgeglichenen Temperaturen.
Die Besiedlung reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, wie Funde von Megalithgräbern und germanischen Artefakten belegen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem 12. Jahrhundert unter dem Namen Belehem. Im Mittelalter entwickelte sich Belm als Teil des Kirchspiels mit mehreren Bauerschaften, die später zu eigenständigen Markgenossenschaften wurden. Wirtschaftlich prägten die Belmer Mühle und später Industrie- und Handwerksbetriebe die Gemeinde.
Heute ist Belm vor allem durch seinen Ortskern bekannt, der aus der Zusammenlegung mit Powe entstand und das Gemeindezentrum mit Rathaus, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten beherbergt. Jährlich findet hier der Belmer Kultursommer statt. Besonders sehenswert sind die Erdfälle in Icker, die Großsteingräber bei Vehrte und die Schwarzkreidegrube. Die Ortsteile sind durch Wanderwege wie den Wittekindsweg und die Straße der Megalithkultur verbunden.