Bissendorf liegt im Osnabrücker Land, eingebettet zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald. Die Hase durchfließt das Gebiet von Osten nach Westen, während der private Linner See vor allem als Angelgewässer dient. Im Norden grenzt die Gemeinde an Belm und Ostercappeln, im Osten an Bad Essen und Melle, im Süden an Hilter am Teutoburger Wald und Georgsmarienhütte sowie im Westen an die Stadt Osnabrück.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortsteils Bissendorf stammt aus dem Jahr 1160, als „Bissendorp“ im Besitz der Herren von Bissendorf war. Diese Adelsfamilie prägte lange Zeit die Region, bis ihr Geschlecht um 1570 erlosch. Bissendorf gehörte wechselnden Herrschaften an, darunter dem Hochstift Osnabrück, dem Königreich Westphalen und Preußen. Die heutige Gemeinde entstand 1972 durch den Zusammenschluss mehrerer Ortschaften, darunter Bissendorf selbst, Holte, Schledehausen und Wissingen.
Bissendorf besticht durch historische Bauwerke wie die katholische St.-Dionysius-Kirche mit ihrem frühromanischen Taufstein und einem spätgotischen Schnitzaltar. In Holte sind die Reste der Burgruine und die Kirchensiedlung mit Meierhof und Pastorat sehenswert. Die Burg Schelenburg geht auf die Edelherren von Sledesen zurück und trägt deren Wappen. Die Gemeinde liegt im Natur- und Geopark TERRA.vita und bietet mit dem Linner See und dem Sonnensee Erholungsmöglichkeiten.