Bernstein liegt im Südburgenland auf etwa 620 Metern Höhe und ist bekannt für seine Burg, die als höchstgelegene des Bundeslandes gilt. Die Gemeinde besteht aus fünf Ortsteilen, die 1971 eingemeindet wurden. Zu den Nachbarorten zählen auch einige im niederösterreichischen Bezirk Wiener Neustadt.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1388 als Dorf unter der Burg Porostyan. Schon im 12. Jahrhundert begann hier der Bergbau, zunächst auf Eisen, später auf Schwefel, Kupfer und sogar Gold. Nach dem Ende des Bergbaus Anfang des 19. Jahrhunderts entdeckten Handwerker die Bearbeitung des grünen Edelserpentins, der bis heute zu Schmuck verarbeitet wird. Bis 1921 gehörte Bernstein zu Ungarn, bevor es Teil des neu gegründeten Burgenlands wurde.
Die Burg Bernstein prägt das Ortsbild und ist ein beliebtes Ziel für Besucher. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Felsenmuseum, Edelserpentinschleifereien und das Madonnenschlössl mit seinem Serpentin-Erdgeschoss. Persönlichkeiten wie der Saharaforscher László Ede Almásy oder der Pilot Jenö von Egan-Krieger wurden hier geboren. Das Gemeindewappen zeigt einen Bergbau-Brunnen mit zwei Knappen und erinnert an die historische Bedeutung des Bergbaus.