Bevern liegt im Weserbergland, eingebettet zwischen dem Burgberg im Norden und dem Solling im Süden. Der Beverbach mündet nahe dem Ort in die Weser, und der Europaradweg R1 führt durch den Flecken. Die Landschaft ist geprägt von Mittelgebirgszügen, während die Weser im Westen vorbeifließt.
Erstmals taucht Bevern in Urkunden des Klosters Corvey aus dem 9. Jahrhundert auf, doch seine Wurzeln reichen noch weiter zurück. Im 16. Jahrhundert ließ die Adelsfamilie von Bevern eine Kirche errichten, die später durch Statius von Münchhausen durch ein Schloss im Stil der Weserrenaissance ersetzt wurde. 1703 erhielt der Ort das Marktrecht, und im 19. Jahrhundert entstanden wichtige Infrastrukturprojekte wie eine Telegraphenstation auf dem Burgberg.
Das Schloss Bevern gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der Weserrenaissance und beherbergt heute ein Kulturzentrum mit Heimatmuseum und einer multimedialen Erlebniswelt. Die neugotische Johanniskirche prägt das Ortsbild, während die Partnerschaften mit französischen Weinbaugemeinden den kulturellen Austausch fördern. Persönlichkeiten wie der Theologe Wilhelm Henke oder die Politikerin Heike Baehrens verbinden Bevern mit überregionaler Geschichte.