Bodenwerder liegt an der Oberweser zwischen Hameln und Holzminden, wo die Lenne in den Fluss mündet. Südöstlich erhebt sich der bewaldete Vogler. Die Stadt ist Sitz der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle und trägt seit 2013 den Namenszusatz „Münchhausenstadt“.
Die Siedlung entstand nach 960 auf einer Weserinsel und erhielt 1287 Stadtrechte. Namensgeber war Bodo, dessen Insel zur „Bodonis insula“ wurde. Prägend war die Familie von Münchhausen, deren bekanntester Vertreter Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen hier lebte und seine Geschichten erzählte. Die Stadt wechselte mehrfach die Herrschaft, gehörte unter anderem zum Fürstentum Calenberg und kam 1866 zu Preußen.
Bekannt ist Bodenwerder vor allem als Heimat des „Lügenbarons“ Münchhausen. Sein ehemaliges Herrenhaus dient heute als Rathaus mit einem Erinnerungszimmer. Die Stadt bewahrt mittelalterliche Spuren wie die Stadtkirche St. Nikolai oder die Reste der Stadtbefestigung. Regelmäßige Feste wie das Kirschblütenfest oder das Lichterfest an der Weser locken Besucher an. Die Umgebung mit dem Vogler und der Rühler Schweiz bietet Wander- und Ausflugsmöglichkeiten.