Holzminden liegt im Süden Niedersachsens, eingebettet im Weserbergland am Nordwestrand des Sollings. Die Stadt breitet sich am östlichen Ufer der Weser aus, wo die Holzminde durchfließt und kurz darauf in den Fluss mündet. Westlich der Weser beginnt Nordrhein-Westfalen, während sich im Norden der Vogler und im Süden der Ith erheben. Nachbarorte wie Bevern oder Boffzen grenzen im Uhrzeigersinn an, während jenseits der Weser Orte wie Höxter und das historische Kloster Corvey liegen.
Erstmals taucht der Ort 832 in Corveyer Urkunden unter dem Namen Holtesmeni auf, der sich vermutlich auf einen Bach bezieht. Ursprünglich bezeichnete der Name eine Siedlung am Hellweg, doch zwischen 1197 und 1202 entstand eine planmäßige Markt- und Zollstadt der Eversteiner Grafen. Im Mittelalter wechselte Holzminden mehrmals die Herrschaft, wurde niedergebrannt und wieder aufgebaut, bis es schließlich unter braunschweigische Kontrolle geriet. Ein prägender Moment war die Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg, nach der kroatische Handwerker beim Wiederaufbau halfen.
Heute ist Holzminden als „Stadt der Düfte und Aromen“ bekannt, geprägt durch Unternehmen wie Symrise und Stiebel Eltron. Das historische Rathaus aus dem 16. Jahrhundert, das trotz Bränden überdauerte, wurde später abgerissen, doch die planmäßige Anlage der Altstadt ist noch erkennbar. Die Stadtteile Neuhaus im Solling, Silberborn und Mühlenberg, die erst 1973 eingemeindet wurden, liegen im Solling und verleihen Holzminden seinen ländlichen Charakter. Persönlichkeiten wie der Feldmarschall Georg Ludwig Albrecht von Rantzau oder der Theologe Johann Friedrich Ludwig Häseler prägten die geistige Geschichte der Stadt.