Bissingen liegt im schwäbischen Teil Bayerns, eingebettet in die hügelige Landschaft der Riesalb, einem Ausläufer der Schwäbischen Alb. Der Ort wird vom Fluss Kessel durchzogen, der durch mehrere Gemeindeteile fließt. Im Norden grenzt das Gebiet an den Landkreis Donau-Ries, während die Region Augsburg die Umgebung prägt.
Frühe Spuren alemannischer Besiedlung belegen eine lange Geschichte des Ortes. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Bissingen um 1140 in einer Schenkungsurkunde für das Chorherrenstift Berchtesgaden. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einem Markt und war Sitz der Herrschaft Hohenburg-Bissingen, die nacheinander verschiedenen Adelsfamilien gehörte. Ein markanter Einschnitt war der Bau des heutigen Schlosses Bissingen im 16. Jahrhundert durch den Söldnerführer Sebastian Schertlin von Burtenbach. Nach wechselnden Besitzverhältnissen fiel Bissingen 1806 an Bayern.
Heute prägen historische Bauwerke wie das Schloss und die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Buggenhofen das Ortsbild. Der markante Zwiebelturm der Pfarrkirche, der auf eine ältere Kirche zurückgeht, gilt als Wahrzeichen. Die Entdeckung einer Heilquelle durch den Apotheker Max Premauer führte im frühen 20. Jahrhundert zur Gründung von Kurhäusern. Persönlichkeiten wie der Baumeister Georg Danner oder der Erzbischof Friedrich von Schreiber haben ihre Spuren hinterlassen.