Blindheim liegt im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau und gehört zur Region Augsburg. Die Gemeinde besteht aus den Gemarkungen Blindheim, Unterglauheim und Wolpertstetten und umfasst insgesamt acht Gemeindeteile. Durch das Gebiet verläuft die Bundesstraße 16, und der Bahnhof Blindheim liegt an der Bahnstrecke Ingolstadt–Neuoffingen.
Erstmals urkundlich erwähnt wird Blindheim im Zusammenhang mit der Schlacht von Blindheim im Jahr 1704, die während des Spanischen Erbfolgekriegs stattfand und weltweite Bedeutung erlangte. Der Ort war lange Zeit Teil einer Hofmark, die im Besitz verschiedener Adelsfamilien war, darunter die Rechberger und später die Gilardi. Erst mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die politische Gemeinde, und im Zuge der Gebietsreform wurden 1978 die Gemeinden Unterglauheim und Wolpertstetten eingegliedert.
Blindheim ist geprägt von seiner historischen Schlacht, an die ein Denkmalweg mit Aussichtsturm erinnert. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die katholische Pfarrkirche St. Martin und die Filialkirche St. Nikolaus in Wolpertstetten. Ein besonderes Projekt ist das im Bau befindliche Straßenbahnmuseum der Münchner Trambahn Gesellschaft. Die Gemeinde lebt vor allem von Landwirtschaft und Handwerk, wobei die meisten Beschäftigten außerhalb arbeiten.