Blansko liegt in der Südmährischen Region, etwa 18 Kilometer nördlich von Brünn, an den Ufern der Svitava. Die Stadt ist von einer hügeligen Landschaft umgeben, in der sich der Berg Podvrší mit seinem Aussichtsturm erhebt. Nicht weit entfernt befindet sich die Doline Macocha, ein bekanntes Naturphänomen im Mährischen Karst.
Erstmals erwähnt wurde Blansko im Jahr 1131 als Burg, die auf einem Abhang über der Punkva strategisch bedeutsam war. Im 13. Jahrhundert entstand darunter eine kleine Stadt, die später durch Hussitenkriege zerstört wurde. Im 17. Jahrhundert gründeten die Grafen von Gellhorn eine Eisenhütte, die den wirtschaftlichen Aufschwung einleitete. Die Fürsten Salm-Reifferscheidt prägten die Stadt im 18. und 19. Jahrhundert als kulturelles Zentrum und förderten die Eisenproduktion.
Heute ist Blansko für seine chemische und Bauindustrie sowie den Tourismus bekannt, der vom Mährischen Karst angezogen wird. Das Schloss Blansko, einst ein kultureller Treffpunkt mit Gästen wie Ferdinand von Saar, ist ein Wahrzeichen der Stadt. Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Pavel Řezníček oder der Radrennfahrer Martin Mareš stammen aus Blansko. Die Partnerschaften mit Städten wie Mürzzuschlag oder Vacquiers spiegeln die internationale Vernetzung wider.