Vranov liegt im Südwesten des Drahaner Berglandes, eingebettet im Tal des Baches Ponávka. Südlich erhebt sich der Zavíravá mit 525 Metern, westlich der Veselý kopeček mit 514 Metern. Zehn Kilometer trennen den Ort von Brünn, sieben Kilometer von Blansko. Nachbarorte sind Šebrov-Kateřina und Blansko im Norden, Olomučany im Nordosten sowie Adamov im Osten.
Der Legende nach erschien dem mährischen Marschall Vilém im Jahr 1240 die Jungfrau Maria, woraufhin er eine Holzkirche errichten ließ und sein Augenlicht wiedererlangte. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1365, als die Burg Ronov mit zugehörigen Dörfern als Leibgedinge vergeben wurde. Im 16. Jahrhundert ging der Besitz an die Familie von Boskowitz und Černahora über, die eine neue Wallfahrtskirche und ein Paulanerkloster stifteten. Die Liechtensteinsche Familiengruft befindet sich unter der Klosterkirche. Nach Zerstörungen durch schwedische Truppen wurde Vranov einer anderen Herrschaft angeschlossen und blieb bis ins 19. Jahrhundert unter deren Verwaltung.
Prägend sind das Paulanerkloster mit der Wallfahrtskirche Mariä Geburt sowie historische Bauwerke wie das ehemalige Armenhaus und mehrere Kapellen. Dazu gehören die Kapelle des hl. Johannes Nepomuk, die Schutzengelkapelle und eine Statue des hl. Franz von Paola. Mehrere Wegkreuze aus dem 17. Jahrhundert zeugen von der religiösen Tradition des Ortes.