Blaufelden liegt im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs auf der Hohenloher Ebene, zwischen 320 und 488 Metern Höhe. Das Gemeindegebiet erstreckt sich bandartig durch den nördlichen Landkreis Schwäbisch Hall, von der Grenze zum Hohenlohekreis bis zur bayerischen Grenze. Zu Blaufelden gehören neben dem Hauptort die Ortsteile Billingsbach, Gammesfeld, Herrentierbach, Wiesenbach und Wittenweiler, die in den 1970er Jahren eingemeindet wurden. Nachbarorte sind unter anderem Schrozberg, Rot am See und Gerabronn, wobei einige an Bayern grenzen.
Erstmals erwähnt wurde Blaufelden im Jahr 1157 und gehörte lange zur Herrschaft Werdeck der Herren von Hohenlohe. Später wechselte es mehrfach die Besitzer: 1371 kam es an die Linie Hohenlohe-Weikersheim, 1399 an die Burggrafen von Nürnberg und schließlich zum Fürstentum Ansbach. Ab 1500 zählte der Ort zum Fränkischen Reichskreis, bevor er 1806 an Bayern fiel und nur vier Jahre später an Württemberg überging. Nach der Kreisreform 1973 gehört Blaufelden nun zum Landkreis Schwäbisch Hall.
Bekannt ist Blaufelden vor allem für seine ländliche Prägung und historische Bedeutung. Im Ortsteil Wiesenbach steht eine etwa 800 Jahre alte Sommer-Linde, die als Naturdenkmal gilt. Der Burgrest Hertenstein in Billingsbach erinnert an die mittelalterliche Vergangenheit. Persönlichkeiten wie der Tuchfabrikant Christophe-Philippe Oberkampf oder die Malerin Sophie Schneider stammen aus Blaufelden. Wirtschaftlich spielt die Landwirtschaft eine zentrale Rolle, während der Ort durch seine verkehrsgünstige Lage an der Bahnstrecke Crailsheim–Königshofen und der Bundesstraße 290 erschlossen ist.