Langenburg liegt im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs, eingebettet in die hügelige Landschaft Hohenlohes. Der Ort erstreckt sich auf einem Bergsporn über der Jagst, einem Nebenfluss des Neckars, und reicht von etwa 280 bis 491 Meter Höhe. Die Stadt zählt zu den kleinsten des Landes und ist von Nachbarorten wie Blaufelden, Gerabronn und Ilshofen umgeben.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Langenburg im Jahr 1226, doch seine Wurzeln reichen weiter zurück. Eine Burg entstand hier bereits vor 1200, als ein edelfreies Geschlecht seinen Sitz von Unterregenbach hierher verlegte. Im 16. Jahrhundert wurde Langenburg zur Residenzstadt der Grafschaft Hohenlohe-Langenburg erhoben, was die Entwicklung prägte. Die Reformation setzte sich durch, und unter Graf Philipp Ernst entstand das heutige Schloss im Renaissance-Stil. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt die Stadt schwere Zerstörungen.
Das Schloss Langenburg mit seiner fast vollständig erhaltenen Stadtmauer und den historischen Toren ist das prägende Bauwerk der Stadt. Die Heilig-Blut-Kapelle aus dem frühen 16. Jahrhundert markiert den Beginn der heutigen Kirche. Langenburg ist auch für seine malerische Lage über der Jagst bekannt, die Wanderwege und Ausblicke bietet. Die Stadt bewahrt zudem Spuren ihrer bewegten Geschichte, etwa durch das ehemalige Bahnhofsgebäude der stillgelegten Strecke nach Blaufelden.