Bleiburg liegt im Jauntal in Kärnten, am Fuße der Petzen und nahe der Drau. Die Stadt ist nur wenige Kilometer von der slowenischen Grenze entfernt und gehört zum Bezirk Völkermarkt. Mit ihren zwölf Katastralgemeinden und 23 Ortschaften erstreckt sie sich über eine abwechslungsreiche Landschaft zwischen Fluss und Berg.
Die Geschichte des Ortes reicht bis zu den Karantaner-Slawen zurück, die das Gebiet im 6. Jahrhundert besiedelten. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bleiburg vor dem Jahr 1000, als es als Liupicdorf in Besitz des Bischofs Albuin von Brixen gelangte. Im Mittelalter wechselte die Herrschaft mehrfach, bis die Stadt 1370 Stadtrechte erhielt und sich zu einem wichtigen Handelsplatz entwickelte. Nach Zerstörungen durch Türken und Brände erholte sich Bleiburg und wurde später durch die Bahnanbindung wirtschaftlich gestärkt.
Heute ist Bleiburg für seinen jährlich stattfindenden Wiesenmarkt bekannt, der auf das mittelalterliche Marktrecht zurückgeht. Die Stadt ist zweisprachig und pflegt eine lebendige slowenische Kultur, etwa durch den Verein Edinost. International bekannt wurde Bleiburg durch das Massaker von 1945, das alljährlich von tausenden Besuchern aus Kroatien und anderen Ländern zur Erinnerung aufgesucht wird.