Griffen liegt eingebettet im Wölfnitzbachtal, das sich zwischen dem Klagenfurter Becken und dem Lavanttal erstreckt. Die Gemeinde breitet sich an den Südausläufern der Saualpe aus, nördlich des Jauntals. Neun Katastralgemeinden gliedern das Gebiet, darunter Griffnerthal, Großenegg und Wölfnitz, die jeweils eigene slowenische Namen tragen.
Die Geschichte des Ortes reicht weit zurück: Schon vor über zwanzigtausend Jahren nutzten Menschen die Griffener Tropfsteinhöhle als Unterschlupf. Im 7. Jahrhundert wurde die Region Teil des karantanischen Staatswesens und prägte sich durch slawische Einwanderung. Urkundlich erstmals als „Criuina“ erwähnt, entstand um die Burg Griffen eine Siedlung, die Bamberger Bischöfe um 1100 errichteten. Der Ort erhielt 1237 Marktrechte und gehörte bis 1759 zum Hochstift Bamberg.
Heute prägen die Burgruine Griffen mit ihrer Tropfsteinhöhle und dem Stift das Bild. Die Höhle, bekannt für ihre Farbenpracht, zählt zu den bedeutendsten Schauhöhlen Österreichs. Peter Handke, der aus der Nähe stammt, widmet sich in einer Dauerausstellung im Stift der regionalen Geschichte. Naturfreunde schätzen den Granitztaler Mostwanderweg, während die Trachtenkapelle und gemischte Chöre das kulturelle Leben bereichern.