Bollendorf liegt im Eifelkreis Bitburg-Prüm und gehört zur Verbandsgemeinde Südeifel. Der Ort befindet sich im Deutsch-Luxemburgischen Naturpark direkt an der Grenze zu Luxemburg, wobei die Sauer als Grenzfluss dient. Zu Bollendorf zählen mehrere Weiler und Wohnplätze, während Nachbarorte wie Wallendorf, Nusbaum und Ferschweiler in der Nähe liegen. Der staatlich anerkannte Luftkurort ist bekannt für seine landschaftlich reizvolle Lage.
Erste Spuren einer Besiedlung finden sich in römischen Grabfunden, die auf eine frühe Nutzung des Gebiets hindeuten. Im Jahr wurde Bollendorf erstmals urkundlich als villa bollana erwähnt, als die Gemarkung an die Abtei Echternach geschenkt wurde. Später übten die Grafen von Luxemburg und die Ritter von Bollendorf Einfluss aus, bis der Ort im 18. Jahrhundert zur luxemburgischen Propstei Echternach gehörte. Im 19. Jahrhundert prägte der Abbau von Kieselsandstein die Wirtschaft, während im 20. Jahrhundert die Eisenverarbeitung in Weilerbach viele Arbeitsplätze bot.
Bollendorf besticht durch historische Bauwerke wie die mittelalterliche Burg Bollendorf, die Pfarrkirche St. Michael und die römische Villa rustica. In der Umgebung finden sich Naturdenkmäler wie das Nusbaumer Fraubillenkreuz und gallorömische Felsgräber. Regelmäßige Feste wie das Kirmesfest und das Hüttenbrennen prägen das kulturelle Leben. Persönlichkeiten wie der Erfinder Henri Tudor und die Schriftstellerin Marguerite Mongenast-Servais sind mit dem Ort verbunden.