Bad Ems liegt im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz, wo die Lahn die Grenze zwischen Taunus und Westerwald bildet. Die Stadt erstreckt sich beiderseits des Flusses und ist Teil des Naturparks Nassau. Umgeben wird sie von Orten wie Eitelborn, Arzbach und Dausenau, während Koblenz etwa acht Kilometer nordwestlich liegt. Das Klima ist mit durchschnittlich 798 Millimetern Niederschlag pro Jahr recht ausgeglichen.
Die Geschichte der Stadt reicht bis in die Römerzeit zurück, als hier Militärlager und eine Ziegelei standen. Später entwickelte sich Ems zu einem bedeutenden Kurort, der 880 erstmals urkundlich erwähnt wurde und 1324 Stadtrechte erhielt. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit prägten Thermalquellen und Weingärten das Bild. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde Bad Ems zu einem der berühmtesten Badeorte Deutschlands, wo Bauwerke wie das Oranien-Nassauische Badehaus entstanden.
Heute ist Bad Ems als staatlich anerkannter Heilkurort bekannt und beherbergt historische Bauwerke wie die Russische Kirche und die Malbergbahn. Die Stadt bewahrt das Erbe ihrer Glanzzeit als „Weltbad“ des 19. Jahrhunderts, als Monarchen und Künstler hier weilten. Seit 2021 gehört Bad Ems gemeinsam mit anderen Kurstädten zum UNESCO-Welterbe.