Braunfels liegt im Lahn-Dill-Kreis in Hessen, eingebettet in das Lahntal auf etwa hundert Metern Höhe. Die Stadt befindet sich etwa neun Kilometer südwestlich von Wetzlar und rund 28 Kilometer nordöstlich von Limburg an der Lahn. Im Norden grenzt sie an Solms, im Westen an Weilburg, während im Osten die Gemeinde Schöffengrund liegt. Zu Braunfels gehören die Ortsteile Altenkirchen, Bonbaden, Neukirchen, Philippstein und Tiefenbach.
Erstmals erwähnt wurde Braunfels im Jahr 1246, doch bereits im 13. Jahrhundert entstand hier eine Burg der Grafen von Nassau, die später zum Stammsitz der Grafen von Solms-Braunfels wurde. Seit 1607 besitzt Braunfels Stadtrechte. Ein verheerender Brand zerstörte 1679 weite Teile der Stadt und der Burg, die daraufhin im barocken Stil wiederaufgebaut wurde. Im Zuge der hessischen Gebietsreform wurden 1972 mehrere umliegende Dörfer eingemeindet.
Das markante Braunfelser Schloss prägt das Stadtbild und geht auf eine mittelalterliche Burg zurück, die im 19. Jahrhundert neugotisch überformt wurde. Die Altstadt mit ihrem regelmäßigen Marktplatz und den historischen Wehranlagen zählt zu den sehenswerten Orten. Jährlich zieht das Mittelalter-Spektakel mit Ritterturnieren und Marktständen Tausende Besucher in den Kurpark. In Bonbaden, einem der Ortsteile, findet allsommerlich ein Freilichttheater statt. Persönlichkeiten wie die Pflegerin Friederike Fliedner oder der Komponist Ottmar Gerster verbinden sich mit der Stadtgeschichte.