Břeclav liegt an der Thaya im Süden Mährens, nahe der Grenzen zu Niederösterreich und der Slowakei. Die Stadt ist umgeben von flachem Land, das seit Jahrtausenden besiedelt und landwirtschaftlich genutzt wird. Mit ihren Ortsteilen Charvátská Nová Ves und Poštorná bildet sie ein zusammenhängendes Siedlungsgebiet.
Die ersten Spuren menschlicher Anwesenheit reichen bis in die Jungsteinzeit zurück. Später prägten Kelten, Quaden und Germanen die Region, bis im 9. Jahrhundert slawische Siedler das Großmährische Reich mitbauten. Der Name Břeclav geht auf den böhmischen Herzog Břetislav I. zurück, der im 11. Jahrhundert hier eine Burg errichten ließ. Als Marktflecken blieb der Ort lange bescheiden, bis er 1872 zur Stadt erhoben wurde.
Heute ist Břeclav bekannt für sein fürstliches Schloss der Liechtensteiner und die wiederaufgebaute Synagoge aus dem 17. Jahrhundert. Die Stadt verbindet tschechische und deutsche Geschichte, was sich auch in der Architektur und den ehemaligen Industrieanlagen wie Zuckerfabriken zeigt. Die umliegenden Wälder und Auen der Thaya laden zu Ausflügen ein.