Wohlen liegt im Kanton Aargau, eingebettet in eine von Landwirtschaft und Wald geprägte Landschaft. Der Ort wird vom Fluss Bünz durchzogen, der die Umgebung mit fruchtbaren Böden versorgt. Im Norden und Osten grenzt Wohlen an Nachbarorte wie Villmergen und Niederwil, während sich im Süden und Westen weitere Gemeinden anschließen. Die Gemeinde erstreckt sich über etwa zwölf Quadratkilometer, wobei ein Drittel bewaldet ist und ein weiteres Drittel landwirtschaftlich genutzt wird.
Die Geschichte Wohlens reicht bis in die Hallstattzeit zurück, als erste Siedlungen entstanden. Später hinterließen die Römer Spuren durch große Gutshöfe, deren Überreste noch heute zu finden sind. Der Name Wohlen tauchte erstmals im 12. Jahrhundert auf und verweist auf die romanisierte Bevölkerung, die hier vor den Alemannen lebte. Im Mittelalter prägten die Herren von Volen das Dorf, die als Grundherren und später als Adlige Einfluss nahmen. Nach der Pestzeit und einer langsamen Erholung wurde Wohlen im 19. Jahrhundert zu einem wichtigen Ort der politischen Reformbewegung.
Heute ist Wohlen bekannt für seine gut erhaltenen archäologischen Stätten wie die eisenzeitlichen Grabhügel in Hohbühl und Häslerhau. Die katholische Kirche St. Leonhard zählt zu den bedeutenden Bauwerken der Gemeinde. Wirtschaftlich lebt Wohlen von einer Mischung aus Industrie, Handel und Dienstleistungen, wobei die Verkehrsanbindung durch drei Bahnstationen sichergestellt ist. Regionale Feste und das kulturelle Leben spiegeln die lebendige Gemeinschaft wider.