Brunoy liegt in der Region Île-de-France etwa zwanzig Kilometer südöstlich von Paris, eingebettet zwischen den Flüssen Yerres und Réveillon. Die Stadt grenzt im Westen an Yerres, im Norden an Villecresnes und im Osten an Mandres-les-Roses. Mit ihren sanften Hügeln und dem Wasserlauf gehört sie zu den malerischen Orten im Département Essonne.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus dem fünften Jahrhundert, als Franken in die Region kamen. Im siebten Jahrhundert wird Brunoy erstmals in einem lateinischen Dokument als Brennadum erwähnt. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einem feudalen Zentrum, dessen Schicksal eng mit dem Schloss an den Ufern der Yerres verbunden war. Im 18. Jahrhundert prägte der exzentrische Marquis Armand-Louis Joseph Pâris de Montmartel das Bild der Stadt durch seine ungewöhnlichen Rituale und seinen verschwenderischen Lebensstil, der schließlich zum Niedergang führte. Später zog die Stadt wohlhabende Bürger als Zweitwohnsitz an, und im 19. Jahrhundert wurde Brunoy für seine prächtigen Schlösser und Anwesen bekannt.
Heute beeindruckt Brunoy mit historischen Bauwerken wie der katholischen Pfarrkirche Saint-Médard und einem markanten Obelisken. Das Musée Robert Dubois-Corneau bewahrt Kunst- und Ortsgeschichte. Persönlichkeiten wie der Schauspieler Michel Serrault oder der Politiker François Lamy haben hier gewirkt. Die Stadt pflegt Partnerschaften mit Wittlich in Deutschland, Espinho in Portugal und Reigate and Banstead im Vereinigten Königreich.