Burg liegt im Jerichower Land in Sachsen-Anhalt, etwa 25 Kilometer nordöstlich von Magdeburg. Die Stadt wird vom Fluss Ihle und dem Elbe-Havel-Kanal durchzogen, während die Elbe ihre nordwestliche Grenze bildet. Geprägt ist die Landschaft durch die eiszeitliche Formung des Flämings, an dessen Ausläufern Burg liegt.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Burg im Jahr, doch bereits in der Jungsteinzeit gab es hier Siedlungen. Im 10. Jahrhundert ließen sich slawische Gruppen am Ihleübergang nieder, bevor die Stadt durch flämische Siedler unter Albrecht dem Bären und Erzbischof Wichmann von Seeburg wirtschaftlich aufblühte. Sie brachten Handwerkskunst wie die Tuchmacherei und verbesserten durch Deichbauten die Landwirtschaft. Im Mittelalter gehörte Burg zu den bedeutenden Städten der Region und war nach Magdeburg und Halle die drittgrößte im Erzstift Magdeburg.
Burg trägt den Beinamen „Stadt der Türme“ und ist eine Rolandstadt. Prägend sind die mittelalterliche Nicolaikirche und die gemeinsame Befestigung aus dem 13. Jahrhundert. Die Industrialisierung brachte Fabriken wie die Schuhproduktion „Tack u. Cie.“ hervor, die zur größten Europas wurde. Im Zweiten Weltkrieg blieb Burg weitgehend verschont, auch dank einer Gruppe von Widerstandskämpfern, die die Stadt kampflos an die sowjetische Armee übergab. Heute ist Burg Kreisstadt und gliedert sich in mehrere Ortsteile wie Blumenthal und Niegripp.