Gommern liegt im Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt, eingebettet in eine weite, von der Landwirtschaft geprägte Landschaft. Die Stadt wird vom Fluss Ehle durchzogen, der in die Elbe mündet, und ist von ausgedehnten Wäldern umgeben, die als Naherholungsgebiet dienen. Südlich der Stadt erstreckt sich das Zerbster Land, eine offene Kulturlandschaft, die zum Fläming gehört und zum Einzugsgebiet der Elbe zählt. Magdeburg, die Landeshauptstadt, ist nur wenige Kilometer entfernt, während die Kreisstadt Burg etwas weiter nordwestlich liegt.
Die erste urkundliche Erwähnung Gommerns datiert aus dem Jahr 948 unter dem Namen „Guntmiri“. Ursprünglich als Burgward angelegt, entwickelte sich der Ort im Mittelalter zu einer dörflichen Siedlung entlang einer Handelsstraße. Im 12. Jahrhundert wechselte die Herrschaft mehrmals zwischen askanischen Herzögen, dem Erzbistum Magdeburg und der Stadt Magdeburg. Die Steinbrüche im Süden brachten Wohlstand, doch Kriege und Seuchen wie die Pest hinterließen tiefe Spuren. Im 17. Jahrhundert erhielt Gommern das Marktrecht und später die Stadtrechte, bevor es nach dem Ende der französischen Besatzung 1813 an Preußen fiel.
Heute prägen historische Bauwerke wie die Wasserburg Gommern das Stadtbild, die auf den Überresten einer mittelalterlichen Burg entstand. Die Umgebung mit ihren Wäldern und Steinbruchseen lädt zur Erholung ein, während die Eingemeindung umliegender Dörfer das Stadtgebiet deutlich vergrößerte. Persönlichkeiten wie der Widerstandskämpfer Martin Schwantes erinnern an die dunkleren Kapitel der Geschichte. Trotz industrieller Rückschläge nach der Wiedervereinigung hat sich Gommern als Standort für Gewerbe und Naherholung etabliert.