Cáceres liegt in der spanischen Region Extremadura, etwa 25 Kilometer südlich des Tajo-Flusses auf rund 450 Metern Höhe. Das von Bächen durchzogene Umland ist geprägt von ausgedehnten Weideflächen, auf denen seit Jahrhunderten Schweine gezüchtet werden. Die nächste Großstadt ist Badajoz im Südwesten, während Madrid etwa 300 Kilometer nordöstlich entfernt ist.
Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück, die mit einer römischen Festungsanlage beginnt und später von Westgoten und Mauren geprägt wurde. Im Mittelalter wechselte Cáceres mehrfach die Herrschaft, bis es schließlich dauerhaft dem Königreich León eingegliedert wurde. Eine prägende Episode war die Zerstörung vieler Türme im 15. Jahrhundert, weshalb die Stadt den Beinamen „Enthauptete Hauptstadt“ trägt. Kaiser Karl V. verbrachte seine letzten Jahre in der Nähe, im Kloster von Yuste.
Heute ist Cáceres vor allem für seine mittelalterliche Altstadt bekannt, die seit 1986 zum UNESCO-Welterbe gehört. Die Stadt beherbergt bedeutende Bauwerke wie die Konkathedrale Santa María und den Palacio de las Veletas mit seiner maurischen Zisterne. Kulturell bietet Cáceres ein vielfältiges Programm, darunter Musikfestivals wie das WOMAD oder das Flamenco-Festival. Auch die Universität Extremadura hat hier einen Standort.