Candelaria liegt an der Ostküste Teneriffas, nur etwa zwanzig Kilometer von der Inselhauptstadt entfernt. Im Norden grenzt die Gemeinde an El Rosario, im Süden an Arafo, während im Nordwesten Santa Úrsula und La Matanza de Acentejo jenseits des Gebirges liegen. Die Landschaft ist flach, denn die Gemeinde erhebt sich kaum über den Meeresspiegel und erstreckt sich über fast fünfzig Quadratkilometer.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen weit zurück, doch prägend wurde die Legende von der Virgen de la Candelaria. Die Schutzheilige der Kanaren soll schon vor Ankunft der Spanier von Guanchen am Strand gefunden worden sein. Später entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Wallfahrtsziel, besonders nach dem Bau der heutigen Basilika. Wirtschaftlich lebt Candelaria vor allem vom Handel und kleinen Industrieansiedlungen, während Landwirtschaft und Fischerei nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Berühmt ist Candelaria für seine prächtige Basilika, in der die Figur der Virgen de la Candelaria verehrt wird. Vor dem Gotteshaus stehen neun überlebensgroße Statuen der letzten Guanchenkönige. Zweimal im Jahr pilgern Tausende zu den Feiern am zweiten Februar und Mitte August, um der Schutzheiligen zu gedenken. Die Gemeinde ist zudem gut an das Verkehrsnetz angebunden, etwa durch die Schnellstraße nach Santa Cruz.