Carnac liegt an der bretonischen Atlantikküste im Département Morbihan, zwischen der Halbinsel Quiberon und der Auray-Mündung, die in den Golf von Morbihan übergeht. Die Küste hier trägt den Namen Côte des Mégalithes und ist bekannt für ihre prähistorischen Steinreihen, die aus über dreitausend Menhiren bestehen. Umgeben ist die Gemeinde von mehreren Nachbargemeinden wie Ploemel, Crach und La Trinité-sur-Mer, während größere Städte wie Lorient und Vannes in der weiteren Umgebung liegen.
Erstmals erwähnt wird Carnac durch seine berühmten Megalithanlagen, die in der Jungsteinzeit entstanden und bis in die Bronzezeit genutzt wurden. Die Steinreihen und Dolmen ziehen seit den 1920er Jahren Besucher an, zunächst vor allem Franzosen, später auch Europäer aus anderen Ländern. Im Zweiten Weltkrieg richteten deutsche Besatzer Schäden an einigen der historischen Stätten an, etwa durch Schanzarbeiten.
Heute prägen die prähistorischen Monumente das Bild Carnacs, darunter die Steinreihen von Kerlescan, Le Menec und Kermario sowie der Tumulus St. Michel, ein großer Erdhügel mit einer Kapelle auf der Spitze. Das Musée de Préhistoire im Ort zeigt Funde aus der Region. Persönlichkeiten wie der Marinepilot Paul Goffeny und die Windsurf-Weltmeisterin Delphine Cousin Questel stammen aus Carnac.