Quiberon liegt als Hafenstadt auf einer schmalen, etwa 14 Kilometer langen Halbinsel im Département Morbihan der Bretagne. Früher war die heutige Halbinsel eine Insel, bis sich durch Sandablagerungen im Wind und Strömungen eine Landbrücke bildete. Während die Bucht von Quiberon ruhiges Wasser bietet, prägt die wilde Atlantikküste mit steilen Felsen und kleinen Sandbuchten wie Port Blanc und Port Bara das Bild. Hier herrscht striktes Badeverbot, um die empfindliche Vegetation zu schützen, die durch den Touristenandrang gefährdet ist.
Die Geschichte der Halbinsel reicht bis in die Steinzeit zurück, wie die Dolmen von Porz Guen und Menhire belegen. Später besiedelten die keltischen Veneter das Gebiet und handelten mit den Briten, bis die Römer im 1. Jahrhundert v. Chr. die Region eroberten. Im 18. Jahrhundert wurde die Bucht Schauplatz einer Seeschlacht zwischen Franzosen und Briten, und 1795 endete hier ein royalistischer Aufstand blutig. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Quiberon durch die Eisenbahn zu einem beliebten Kurort, den auch Schriftsteller wie Gustave Flaubert besuchten.
Heute lebt der Ort vor allem vom Tourismus, der bis zu 60.000 Besucher im Sommer anzieht. Der Hafen Port Maria dient als Ausgangspunkt für Fähren zu den nahegelegenen Inseln Belle-Île, Île d’Houat und Île d’Hœdic. Ein besonderes Wahrzeichen ist der Meeresbahnhof, von dem aus Ausflugsfahrten durch den Golf von Morbihan starten. Quiberon pflegt Partnerschaften mit Städten wie Kempten in Deutschland und ist auch als Drehort für Filme wie „Die Schatzinsel“ bekannt.